Mein Name ist Andreas Beyer, ich bin seit 1988 Fahrlehrer für alle PKW und Motorrad Klassen und Inhaber der Fahrschule Beyer.
In meiner langjährigen Tätigkeit habe ich nun schon einige Fahrschüler erfolgreich ausgebildet.
In meiner langjährigen Tätigkeit habe ich nun schon einige Fahrschüler erfolgreich ausgebildet.
Ich blicke nun mal auf die letzten fast 40 Jahre meiner Tätigkeit zurück mit ein paar Fragen und Antworten.

Was treibt die Kosten beim Führerschein in die Höhe?
Es sind in erster Linie die Anzahl der benötigten Fahrstunden.
Wie viele Stunden benötige ich denn?
Wie schon damals, ist das ein individueller Faktor.
Auch in den 90ern kamen Eltern und bemerkten “ ich hab damals viel weniger bezahlt“
Auch in den 90ern kamen Eltern und bemerkten “ ich hab damals viel weniger bezahlt“
Es werden so viele Fahrstunden benötigt, wie zum erreichen der Prüfungsreife nötig sind.
Das sind bei dem Einen mehr und bei dem Anderen weniger.
Das Einzige, was vorgeschrieben ist, sind die „zusätzlichen Ausbildungsfahrten“, auch Sonderfahrten genannt.
Diese sind 5 Fahrten auf Landstraßen, 4 Fahrten auf Autobahnen und 3 Fahrten bei Dunkelheit/Dämmerung, auch auf Landstraßen oder Autobahnen.
Diese dürfen erst gegen Ende der Ausbildung absolviert werden, auch das ist so vorgeschrieben.
Doch warum werden immer mehr Fahrstunden benötigt?
Das liegt zum einen an der stetig steigenden Verkehrsdichte. Sich als Beginner dort zurecht zu finden ist eine Herausforderung.
Selbst vormittags ist der Verkehr schon so stressig, dass man sich fragt, ob überhaupt jemand „auf der Arbeit“ ist.
Dann die steigenden Anforderungen in der praktischen Prüfung.
Mittlerweile sind Assistenzsysteme, die im Auto verbaut sind, prüfungsrelevant. Auch müssen Schüler sich mit der Betriebs- und Verkehrssicherheit des Prüfungsfahrzeuges auskennen. Räder, Reifen, Beleuchtung sowie der Motorraum zählen dazu.
Die Verkehrsdichte sowie zunehmende Größe der Fahrzeuge tun ihr Übriges.
Doch das größte Problem ist der zum Teil sehr schlecht ausgeprägte Verkehrssinn und die Motivation der angehenden Fahrschüler.
Ich war auch mal 17 Jahre und mein damaliges Ziel war, auf jeden Fall mit 18 den „Lappen“ zu haben. Darauf hat unsere damalige Generation hingearbeitet.
Das ist heute anders.
Das ist heute anders.
Nur wenige schaffen es, bis zum 17. bzw. 18. Lebensjahr fertig zu sein.
Der Schulstress nimmt zu, private Aktivitäten wie Sport und Hobby haben gleichwertigen Stellenwert wie der Führerschein.
Und dann reden wir ja noch von der Generation Handy.
Der Schulstress nimmt zu, private Aktivitäten wie Sport und Hobby haben gleichwertigen Stellenwert wie der Führerschein.
Und dann reden wir ja noch von der Generation Handy.
Und das meiner Meinung nach der Verkehrssinn Killer Nr. 1.
Egal ob als Fußgänger, im Bus oder als Beifahrer, das Handy ist im Focus und nicht die Straße. Das schadet natürlich dem Verkehrssinn.
Nicht wenige Schüler haben massive Probleme, Schilder zu erkennen und Vorfahrtsregeln richtig anzuwenden.
Das verschlingt einen großen Anteil an Fahrstunden in der Grundausbildung.
Nicht wenige Schüler haben massive Probleme, Schilder zu erkennen und Vorfahrtsregeln richtig anzuwenden.
Das verschlingt einen großen Anteil an Fahrstunden in der Grundausbildung.
Was können Sie tun?
Sie als Eltern können viel tun.
Seien Sie Vorbild.
Lassen Sie das Handy im Auto weglegen und lassen Sie ihr Kind aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
Ich weiß, das ist anstrengend, aber wir haben das früher automatisch gemacht.
Seien Sie Vorbild.
Lassen Sie das Handy im Auto weglegen und lassen Sie ihr Kind aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.
Ich weiß, das ist anstrengend, aber wir haben das früher automatisch gemacht.
Verkehrübungsplatz
Fahren Sie gerne auf einen Übungsplatz und drehen sie ihre Runden. Jeder Meter dort hilft und ist Erfahrung für den angehenden Fahranfänger.
Nutzen Sie Erleichterungen wie B197
Das ist eine kombinierte Ausbildung auf Automatik und Schaltfahrzeugen wobei nach erfolgter Prüfung beides
gefahren werden darf.
Warum unnötig viele Stunden mit dem Schaltwagen bis zur Prüfungsreife fahren, wenn man auch mit weniger Stunden zum Ziel kommen kann.
In der Rubrik Führerscheinklassen gehe ich näher auf die Bedeutung von B 197 ein.
gefahren werden darf.
Warum unnötig viele Stunden mit dem Schaltwagen bis zur Prüfungsreife fahren, wenn man auch mit weniger Stunden zum Ziel kommen kann.
In der Rubrik Führerscheinklassen gehe ich näher auf die Bedeutung von B 197 ein.
Wieso ist die Durchfallquote landesweit so hoch?
In Oberhausen lag die Durchfallquote im vergangenen Jahr in der Theorie bei ca. 50% und in der Praxis bei knapp 40%.
Eine traurige Bilanz.
Eine traurige Bilanz.
Hier sehe ich die Prüfungsangst als Killer Nr.1. Für unsere jungen Probanden ist die Führerscheinprüfung eine der ersten wichtigen Prüfungen im Leben. Und da können die Nerven schon mal blank liegen.
Aber grundsätzlich ist die Theorie eine Fleißaufgabe. Auch schon zu meiner Zeit hatten wir bereits 27 Bögen á 30 Fragen plus separate Fragen zur energiesparenden Fahrweise. Das waren in Summe auch schon fast 900 Fragen. Heute sind es 1147 Fragen und die muss man halt durchackern.
Aber grundsätzlich ist die Theorie eine Fleißaufgabe. Auch schon zu meiner Zeit hatten wir bereits 27 Bögen á 30 Fragen plus separate Fragen zur energiesparenden Fahrweise. Das waren in Summe auch schon fast 900 Fragen. Heute sind es 1147 Fragen und die muss man halt durchackern.
Früher musste man in der Fahrschule Bögen pauken, heute sehen wir den Lernstatus in der Lernapp. Und deshalb lassen wir auch nur solche Leute zur Prüfung, die einen Lernstatus von annähernd 100% haben.
Bei der Praxis kann ich nur für mich sprechen.
Ich stelle nur jemanden zur Prüfung vor, bei dem ich mir sicher bin und ich ein gutes Gefühl habe.
Leider reicht das nicht immer aus.
Prüfungsangst ist so ein prägnanter Begleiter, dass mancher Prüfling nicht mehr weiß, wo rechts und links ist.
Ich stelle nur jemanden zur Prüfung vor, bei dem ich mir sicher bin und ich ein gutes Gefühl habe.
Leider reicht das nicht immer aus.
Prüfungsangst ist so ein prägnanter Begleiter, dass mancher Prüfling nicht mehr weiß, wo rechts und links ist.
Ich weiß, Fahrschule ist viel Vertrauenssache. Sie müssen mir als Fahrlehrer vertrauen, dass ich meinen Job korrekt mache.
Deshalb sind Eltern auch in Fahrstunden gern gesehen, sei es mal so zum kurzen Informationsgespräch oder auch als Mitfahrer in Fahrstunden.
Preispolitik von Fahrschulen
Wenn bei Fahrschulen die Vorstellung zur Prüfung höher ist als der Grundbetrag zur Anmeldung, dann ist für mich klar, wie dort Geld generiert wird. Und das wird auch in Prüferkreisen hinter vorgehaltener Hand kommuniziert.
Festpreise sind uns Fahrschulen per Gesetz verboten.
Seien Sie sicher, jede Fahrschule will Geld verdienen. Viele arbeiten mit einer klaren Preisgestaltung, die auch in den Räumlichkeiten aushängt und alle Preise beinhaltet und einige wenige zeichnen sich als „schwarze Schafe“ aus. Diese Wenigen lassen unseren Berufsstand jedoch im schlechte Licht dastehen.
Festpreise sind uns Fahrschulen per Gesetz verboten.
Seien Sie sicher, jede Fahrschule will Geld verdienen. Viele arbeiten mit einer klaren Preisgestaltung, die auch in den Räumlichkeiten aushängt und alle Preise beinhaltet und einige wenige zeichnen sich als „schwarze Schafe“ aus. Diese Wenigen lassen unseren Berufsstand jedoch im schlechte Licht dastehen.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute für ihre Zukunft.
Andreas Beyer